Das erfinderische E

Aktualisiert: Juli 10

Es war einmal eine ernste Eule die gerne E-Gitarre spielte und neue Dinge entdeckte. Sie war gerade auf einem ihrer Entdeckungsflüge über einer Einöde aus Eisbergen, als sie ein eiliges Eichhörnchen mit einem erdfarbenen Rucksack erblickte, dass von Eisscholle zu Eisscholle sprang. Eifrig ergriff sie das Eichhörnchen am Schwanz. Dies wollte gern entkommen, doch die Eule packte es einfach. Das Eichhörnchen erklärte der Eule sofort sehr laut: „Du darfst mich nicht essen. Ich bin Erfinder.“

„Keine Sorge ich esse schon lange kein Fleisch mehr, ich mag mehr Eis und Emmentaler Käse. Was hast du denn schon erfunden? Und was machst du hier so einsam im Eisland? Und wie heißt du eigentlich?“

Das Eichhörnchen hörte nur sehr schlecht, da es mal einen Erfinderunfall hatte, aber wenn es sich nicht verhört hatte, dann war dies eine Eule die kein Fleisch essen mochte. „Du klingst nach einer einzigartigen Eule. Könntest du mich vielleicht absetzten und wir lernen uns auf dem Erdboden kennen?“

„Einverstanden!“, erwiderte die ernste Eule. „Ich sehe da vorne ein Eiland. Dort betreibt ein nettes Ehepaar eine Eisdiele. Ich lande dort und lade dich auf eine Kugel Eis ein.“

„Ich bin mir nicht sicher, ob die in einer Eisdiele eine Kugel Reis servieren“, gab das Eichhörnchen eingefroren vom eiskalten Wind zurück. „Nicht REIS, sondern EIS“, korrigierte die Eule extra laut. „Ach so! Das mag ich auch viel lieber. Ist echt nett von dir.“

„Ich bin übrigens Einstein“, stellte sich die Eule unüberhörbar vor.

„Ich bin Edison, der Erfinder“, präsentierte sich das Eichhörnchen.

Edison war erleichtert, nicht mehr über der Erde zu sein und plapperte sofort drauflos: „Ich habe ein Gerät erfunden, das Stimmen aufnehmen und abspielen kann - den Phonograph. Und auch mit Telegraphen kenne ich mich gut aus. Telegraphen erlauben es im Nullkommanichts Eilbriefe von einem Ort zu einem andern zu senden. So kann man Nachrichten auch auf ein Boot schicken, das auf dem Meer fährt. Ich bin hier, um meine Erfindungen zu verkaufen.“

Am Eingang der Eisdiele fragte die elegante Frau Eisbär, welches Eis sie den beiden bringen dürfe. Edison wollte eine Kugel Erdnuss und Einstein Erdbeereis. Herr Elch stand eingebildet um die Ecke hinter der Eisbar und bereitete die Eisbecher vor, während sich der Entdecker und der Erfinder auf einen Eiswürfel setzten. Endlich brachte Frau Eisbär die Eisbecher, wobei sie ohne es zu bemerken auf Edisons erdfarbenen Rucksack getreten war. Dieser fing daraufhin zu ticken und zu wackeln an. Dann zischte ein elektrischer Blitz durch die Eisdiele und ein lautes BOOM ertönte. Da, wo gerade noch der Rucksack stand, war nun ein enormes Loch im Erdboden. Doch etwas war sehr eigenartig. Aus dem Loch stieg ein rötlicher Schimmer auf. Alle wussten sofort, dass dies hier keine normale Insel war – etwas stimmte hier nicht. Vorsichtig erhob sich Einstein, um die Öffnung zu erkunden. Aus einiger Entfernung sah er, dass darin ein einsamer Esel saß und ihn erschrocken anstarrte, während er Eicheln aus einem Eimer nahm und an die Wand warf. Edison war bis zum Rand gekrochen und erkundigte sich: „Was machst du da? Und wer bist du überhaupt?“

Der entsetzte Esel erwiderte: „Ich bin Egon. Ich wollte diesen enormen Edelstein einem Elf rauben und als Strafe hat er mich hier drin eingeschlossen, damit ich das nie wieder versuchen kann. Er wollte keine Entschuldigung gelten lassen.“

Einstein erkundigte sich: „Also steht die Eisdiele gar nicht auf einer Insel, sondern auf einem Edelstein?!?! Und was soll das mit den Eicheln?“

„Das ist, damit der Elf weiß, dass ich noch hier drin bin. Ich muss aller elf Minuten eine Eichel an die Wand des Edelsteins werfen. Durch das BLING, hört der Elf das ich nicht entkommen bin.“

„Ach du dickes Ei“, entfuhr es Einstein. „Da hast du dir ja was eingebrockt. Dies wäre ein erstklassiger Fall für die Delfindetektivin. Eine Flucht könnte wohl relativ schwierig sein. Weißt du wie lange du schon da eingesperrt bist?“

Egon schüttelte den Kopf, während er wieder eine Eichel warf. „Mir scheint, dass die Zeit in einem Edelstein ganz anders vergeht als auf der Erde.“ „Das klingt einleuchtend“, stimmte ihm Einstein zu.

Da sprang Edison wie elektrisiert auf und ab. „Meine Erfindung könnte dich retten. Wenn wir das Geräusch der Eichel mit meinem Phonographen aufnehmen, dann merkt der Elf nicht das du entkommen bist. Dann müssten wir dich nur noch aus dem Edelstein rausbekommen.“

Da erschien ein Eskimo und meinte er hätte einen prima Einfall, aber dafür bräuchte er leider einen Telegraphen. Edison sah ihn entschlossen an und erklärte, dass er ein Experte für Telegraphen sei. Eilig erbaute das erfinderische Eichhörnchen einen Apparat, um ein Telegramm zu verschicken, während Einstein dem einsamen Esel Gesellschaft leistete und ihm erklärte, wie Zeit in unterschiedlichen Räumen vergeht. Einen Tag später erschien ein exotisches Tier zur Hilfe.


Neben dem Eskimo stand in der Eisdiele ein edler Elefant. Dieser steckte seinen langen Rüssel in den Edelstein und saugte den Esel heraus. Anschließend stellte er den Phonographen dahin, wo bis eben der Esel gesessen hatte. Jetzt machte die Maschine das Geräusch der geworfenen Eicheln und der Esel erstrahlte, denn er war endlich frei.


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