Das hilfsbereite H

Aktualisiert: Juli 10

Es war ein herrlicher Tag im Herbst als Herbert der Hammerhai im Honigmeer herumschwamm. Er hatte einen geheimen Wunsch. Er wollte nicht mehr grau sein und gefährlich aussehen. Herbert wollte gern himbeerfarben im Honigmeer herumschwirren und lieber Heiterkeit als Angst verbreiten. Deswegen wartete er nun auf seinen besten Freund Heino, den hellen Hengst, der ihn zu einer hässlichen Hexe ins Hochmoor bringen sollte.


Herbert und Heino hatten sich kennengelernt, als der Hengst zu einer Party der heiteren Seepferdchen wollte und hilflos im Meer verloren war. Herbert hatte dem humorvollen Hengst geholfen, den Weg zu finden und seitdem verband sie eine herrliche Herrenfreundschaft.


Die Hexe wohnte in einer hübschen Hütte in der Nähe des Himalayas. Hilde hörte schon von weitem das Hufgetrappel des Hengstes und schaute aus ihrem Haus. Im Halbmond sah sie, wie ein Hai auf einem hinkenden Hengst herangeritten kam. Sie musste zweimal hinschauen. „Herrjemine!“, dachte sie.

Fix holte sie das Halteverbotsschild aus dem Hängeschrank und hängte es an die Tür der Hütte. Die beiden sollten besser nicht hier halten. Doch bereits hundert Sekunden später hörte Hilde wie die Hühner und der Hahn heftig hochwirbelnden. Und dann haute auch schon jemand gegen die Holztür und rief laut: „Hallo! Hallo!“

Hilde strich ihr Haar glatt, zupfte ihr Halstuch und ihren Hut zurecht, dann öffnete sie die Hüttentür. In ihrem Hof standen tatsächlich ein höflich aussehender Hammerhai und ein hungriger Hengst, der genüsslich von ihren Heilkräutern fraß.

Herbert war überrascht darüber, dass Hilde keineswegs eine hässliche Hexe war wie er es sich vorgestellt hatte. Sie war hübsch wie sie da stand mit ihrer hellgrünen Haut und nervös in der Tür hin und her hopste.

Hilde und Herbert verstanden sich auf Anhieb. Noch nie hatte sie Komplimente für ihre tolle Hautfarbe bekommen und noch nie war jemand zu ihr gekommen, um seine Hautfarbe zu ändern. Sie kochte auf dem Herd etwas Hibiskustee und Herbert bereitete für sie beide leckere Hamburger-Häppchen vor, derweilen sie sich hervorragend unterhielten.

Währenddessen bemerkten sie, dass sie viele Hobbys teilten. Herbert und Hilde liebten das häkeln von Handschuhen, hörten gern Hip-Hop und waren Hochgeschwindigkeitsmeister im Hula-Hoop. Nach einem herzlichen Nachmittag versprach die Hexe dem Hammerhai zu helfen und ihn so zu verzaubern, dass seine Haut so schön leuchtete wie eine Himbeere. Und während Hilde Häufchen von Heu, Holunder, Hundehaaren und geheimnisvollen Hörnern in einem hohen, harten Topf kochte, da verbanden sich ihre Herzen. Die Hälfte des Hexendranges musste Herbert herunterschlucken, während Hilde um ihn herum tanzte und hundert Mal Hokuspokus murmelte. Dann wurde er ganz langsam von der Schwanzflosse aus immer himbeerfarbener, bis am Ende kein Fleckchen grau mehr zu sehen war. Hilde war seine Heldin. Herbert hob sie mit seinen Flossen hoch, drehte sich mit ihr im Kreis und fragte sie, ob sie ihn heiraten wolle.

Am Hafen handelte Hilde einen hervorragenden Preis für Ihr neues Hausboot aus, auf dem sie im Honigmeer leben würde und ließ ihren Hausrat mit einem Helikopter in ihr neues Heim bringen.

Und so kam es, dass die hellgrüne Hexe Hilde, den himbeerfarbenen Hammerhai Herbert, auf einem herzallerliebsten Hausboot, mitten im Honigmeer heiratete. Zur Feier des Tages huschten Fidibus und seine Freunde mit ihrem fröhlichen Faschingsumzug über den herbstlichen Himmel und riefen herunter: „Hipp, hipp, hurra! Hipp, hipp, hurra!“


Falls Du mehr über Fidibus und seinen fröhlichen Faschingsumzug erfahren willst, dann lies doch mal die Geschichte vom farbenfrohem F.


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